Freeride Disentis – wir rocken die Täler

Distanzscheiben, Kollateralschäden & Klippenstürze waren vom 28. Februar bis 3. März in Disentis angesagt. Zu grosse Distanzscheiben am Wagen, Materialverluste (Board über die Klippe) und Kollateralschäden am neuen Jones, das waren...

Distanzscheiben, Kollateralschäden & Klippenstürze waren vom 28. Februar bis 3. März in Disentis angesagt. Zu grosse Distanzscheiben am Wagen, Materialverluste (Board über die Klippe) und Kollateralschäden am neuen Jones, das waren die Themen, die zu reden gaben. Dennoch ist das Gebiet um den Oberalpstock ein Traum zum touren!

Mit leichtem” Übergewicht” in Danis radstand-gepimpten Wagen – wir kriegten von jeder Rille auf der Autobahn akkustisch Feedback von der Karosserie, gings zu viert nach Disentis. Martin unser fünfte Mann kam am Abend nach. Unser Hotel war wie bereits das letzte mal super, sauber und freundlich. Bereits am Donnerstag gings auf die Piste bei etwas bedecktem Himmel.

Blick Richtung Val Strem hinunter nach Sedrun

Am nächsten Tag ging’s dann mit Seil, Splitboard und Tourenausrüstung vom Piz Ault über die Eisenleiter die Felswand hinauf und hinten wieder runter zum Brunnifirngletscher. Beim queren auf den Gletscher hinunter wäre Dani um ein Haar mit seinen Schneeschuhen (er hat kein Splitboard) schneller als ihm lieb war in die Tiefe gerast! Er hatte Glück und konnte den Ausrutscher abfangen! Unten dann sicher angekommen, seilten wir uns vorbildlich an, niemand sonst hat es gemacht und Dani weiss auch aus sicheren Quellen, dass es keine Gletscherspalten mehr hat… jaja… Es war für alle eine gute Übung und wir erreichten nach ca. einer halben Stunde  vorbei am Piz Acletta den Brunnipass, von wo aus es dann über das herrliche Val Lag Serein zurück nach Disentis ging. Schnee und Wetter waren formidabel, wir waren alle happy!

10m Eisenleiter beim Felsübergang zum Brunnifirn

Gehen am Seil auf dem Brunnifirn

Am Samstag nahmen wir uns dann den Oberalpstock vor. Wieder gelangten wir über die Eisenleiter auf den Brunnifirn, von wo es dann in nördlicher Richtung zum Oberalpstock ging. An diesem Tag waren wir nicht die einzigen unterwegs mit diesem Ziel. Die Sonne heizte uns auf dem Gletscher dem Gipfel entgegen schon mächtig ein. Wir sahen von einer vollständigen Besteigung des Oberalpstocks ab und suchten vorher den Einstieg zum Val Strem Richtung Sedrun. Oben im Sattel angekommen, war umrüsten der Felle auf die Bretter angesagt. Schnell noch ein paar Handy-Knipser, dann gings los in die Hänge durchs Val Strem, wo unser Schneeschuhgänger Dani dann auch bald sein Board bei einer Bindungsmanipulation über die Klippe gehen liess…! Alles ging gut, wir fanden das Board unterhalb der Felswand in unserer Route wieder, sodass für Dani der Fusstripp im tiefen und anstrengenden Schnee nur ein kurzes Intermezzo war. Die dummen Sprüche waren ihm auf sicher! Am Ende des Val Strem gings dann eher flach talauswärts Richtung Sedrun zum Bahnhof, wo ein kaltes Bier auf uns wartete. Da wir eh den Zug verpassten, war eine kurze Mittagspause angesagt und Pipo, unser Pisten-Carver, musste in Disentis auf uns warten (sprich alleine Bier trinken!). Wir holten dann aber nachher alles nach…

Am letzten Tag noch schlitzte Martin sein brandneues Jones Flagship an einem fiesen Felsen den Belag auf! Wir weinten mit ihm und tranken ein Bier, dann war die Sache gegessen.

Kurz gesagt, Disentis ein kleines Skigebiet mit viel Freeride-Spirit in herrlicher Bergkulisse. Wir haben es gerockt Buben! Bis zum nächsten Mal…

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Alex

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