Freeride Disentis/Sedrun

Von Freitag bis Montag war Freeriden in Disentis/Sedrun angesagt. Schnee war reichlich vorhanden und das Wetter sah auch bestens aus für einen Ausflug in die Surselva. Also machten sich Martin,...

Von Freitag bis Montag war Freeriden in Disentis/Sedrun angesagt. Schnee war reichlich vorhanden und das Wetter sah auch bestens aus für einen Ausflug in die Surselva. Also machten sich Martin, Tom, Alex und Dani alias «Ludolf der Achsenschweisser» auf in die Bündner Berge.

Schnäppchen-Angebot
Am Freitagmittag kamen wir in Disentis an, darum gab’s an diesem wunderschönen Sonnentag nur noch eine Halbtageskarte um uns einzufahren. Ab Samstag kam dann das Schnäppchen-Angebot «Viel Pulver für wenig Kohle» von unserem Schnäppchen-Jäger Tom zum Zuge. 3 Tageskarten inkl. Hotelübernachtungen. Das primäre Ziel waren die Täler links und rechts von Sedrun. So ging es am Samstag dann per Aufstieg beim Piz Ault über eine Felswand mit Eisenleiter (no-fall-zone) hoch zum Brunnifirn-Gletscher mit der Cavardiras-Hütte im Hintergrund. Da wir keine Gletscherausrüstung dabei hatten, war der Oberalpstock keine Option für uns (trotz Versicherung von Ludolf, dass jegliche Spalten bei so viel Schnee bestens zugeschneit sind und absolut kein Problem darstellen…jaaa-jaaa…). An diesem Tag waren bei «erheblich» einige unterwegs über den Brunnifirn durch steile Hänge zum Oberalpstock. Wir entschieden uns dann für das Val Strem, nach Sedrun runter zu heizen. Die einleitende Traverse war relativ mühsam mit Schneeschuhen zu bewältigen, der Hang war steil, die Schneekonsistenz sehr locker und einige Stellen konnten ohne Übertreibung als “no-fall-zone” bezeichnet werden. Bei einem Abrutscher hätte man sich einige Meter weiter unten auf dem Gletscher mit vorgängiger Felsmassage befunden, autsch!

Tom unterwegs im Val Strem

Tom unterwegs im Val Strem

Val Strem nach Sedrun
Das Val Strem bot herrliche Freeridehänge mit bestem Pulver und genügend Platz für neue Spuren zu hinterlassen. Wir waren nicht alleine unterwegs. Die Tourengänger kamen vom Oberalp her ins Val Strem und auch eine kleine Gruppe Snowboarder stiess über eine Variante hinter dem Piz Ault ins Tal. Die Abfahrt ist relativ lange nach Sedrun, die Hänge sind weit und an einigen Stellen musste mit Vorsicht eingetaucht werden, da die Lawinengefahrenstufe ja bekanntlich auf «erheblich» war. Fischmäuler und somit Vorzeichen für mächtige Gleitschneelawinen konnten jedoch im Val Strem keine beobachtet werden.
Unten in Sedrun angekommen nahmen wir dann nach einem schnellen Lunch auf dem Bahnsteig (einige drückten sich den Fleischkäse grossformatig in die Fresse…) den Zug zurück nach Distentis… Bahnbillett übrigens nicht inbegriffen!

Karte Disentis/Sedrun

Einsatzgebiet Disentis/Sedrun

Nebel und  Hispeed-Stürze
Am Sonntag war dann Nebel und schlechte Sicht angesagt. Touren waren somit keine möglich, was unser Einsatzgebiet auf die Piste resp. die spärrlich vorhandenen Bergrestaurants einschränkte. Die Stimmung hielt sich verständlicherweise in Grenzen, bis dann Heinz-Martin auf einer Talabfahrt mit Hispeed einen Abflug ins Proholz (knapp an einer Fichte vorbei) hinlegte. Nebel hatte es dann übrigens keinen mehr. Leider hielt dies unsere GoPro-Kamera nicht fest, dafür gibt’s eine paar Fotos davon… Heinz behauptet, die bereits kaputte Kante sei dafür verantwortlich und ein Fahrfehler sei völlig ausgeschlossen, jaaa-jaaaaa… waaa-wa-waaaa…

Hispeed-Sturz Martin, Disentis

Hispeed-Sturz ins Proholz von Martin

Val Gronda und Val Acletta
Am Montag war dann nochmals gutes Wetter angesagt, was dann auch mehr oder weniger stimmte. Vom letzten Schlepplift (Piz Ault 2830 m) aus gings dann rechts runter durchs Val Gronda und weiter ins technische Val Acletta nach Disentis zurück. Wieder herrlicher Pulver bei Sonnenschein. Disentis ist wirklich ein Freeride-Gebiet der Sonderklasse!
Wäre die Lawinensituation besser gewesen, gäbe es noch so einige Pulvervarianten zu machen! Aber man soll mit dem zufrieden sein, was man hat, guten Abend.

Alex

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